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Artenschutz- und Kohärenzsicherungsmaßnahmen

Maßnahmen zum Artenschutz werden immer dann erforderlich, wenn streng geschützte Tier- und Pflanzenarten durch Vorhaben beeinträchtigt werden. Näheres zum rechtlichen Hintergrund finden sie hier.

In solchen Fällen wird dem Vorhabenträger auferlegt, Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Arten zu ergreifen. Dabei werden Maßnahmen, die in einem räumlichen Zusammenhang mit dem Eingriffsgebiet stehen (CEF-Maßnahmen) von Maßnahmen unterschieden, die der betroffenen Art an anderer Stelle zugute kommen (FCS-Maßnahmen).

Innerhalb der von uns betreuten Ökokonten und  werden bereits Artenschutzmaßnahmen für eine Vielzahl verschiedener Tiergruppen und Pflanzen entwickelt und umgesetzt, u. a.:

  • Wiesenvögel (u. a. Weißstorch, Wachtelkönig, Bekassine, Kiebitz, Großer Brachvogel, Feldlerche, Wiesenpieper und Braunkehlchen)
  • Waldvögel (u. a. Schwarzstorch, Rotmilan, Grünspecht)
  • Sonstige Vogelarten (u. a. Neuntöter)
  • Waldfledermäuse (Bechsteinfledermaus, Kleiner Abendsegler, Großer Abendsegler, Rauhautfledermaus, Wasserfledermaus, Braunes Langohr, Fransenfledermaus, Große Bartfledermaus, Kleine Bartfledermaus)
  • Amphibien (Knoblauchkröte, Wechselkröte, Kreuzkröte, Laubfrosch, Moorfrosch, Kammmolch, Rotbauchunke)
  • Sonstige Arten (Haselmaus, Zauneidechse, Schlingnatter, Grüne Moosjungfer)
  • Gefährdete Pflanzenarten (Krebsschere).

Unsere Leistungen im Bereich Artenschutz umfasst die Entwicklung und Umsetzung spezieller Maßnahmenpakete für einzelne Arten. Die Durchführung. der erforderlichen Abstimmung mit den entsprechenden Fachbehörden bei der Konzeption und Umsetzung zählen ebenfalls zu unseren Leistungen wie die Evaluation nach erfolgter Maßnahmenumsetzung.

Innerhalb der von uns verwalteten Ökokonten können wir artschutzrechtliche Maßnahmen sowohl für  FCS-Maßnahmen als auch im Einzelfall für einen vorgezogenen Funktionsausgleich (CEF-Maßnahmen) zur Verfügung stellen. Voraussetzung für einen vorgezogenen Funktionsausgleich ist, dass sich das entsprechende Ökokonto im räumlich funktionalen Zusammenhang zum Eingriffsbereich befindet.

Als Kohärenzmaßnahmen werden Maßnahmen bezeichnet, die der Erhaltung des Zusammenhangs des Europäischen Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000 dienen. Das heißt konkret: Wenn durch Vorhaben Beeinträchtigungen für bestimmte Lebensraumtypen oder Arten der FFH-Richtlinie in Natura 2000-Gebieten entstehen, müssen diese durch geeignete Maßnahmen (z.B. Schaffung von Ersatzhabitaten, Umsiedlungsmaßnahmen) soweit wie möglich minimiert werden.