2018

Kiebitze und Feldlerche haben das Königsmoor bei Christiansholm, Kreis Rendsburg-Eckernförde, wieder für sich entdeckt. Nachdem die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein GmbH – eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein – hier bereits seit vielen Jahren das Moor erfolgreich wiedervernässt, haben die ersten Paare der gefährdeten Vogelart in diesem Gebiet bereits gebrütet.
Jetzt haben die Vielfaltschützer auf zwei weiteren Ökokonto-Flächen von jeweils sieben Hektar im Königsmoor und in Hohn Drainagerohre entfernt und Entwässe-rungsgräben verschlossen. Mit diesen Maßnahmen werden langfristig neue Lebens-räume entstehen, in denen  Brut- und Rastvögel im feuchten Boden leicht nach Nahrung stochern können.
Die Ausgleichsagentur und die Stiftung Naturschutz arbeiten seit Jahren daran, un-sere landestypischen Moore zu reaktivieren. Moore sind unsere größten Kohlen-stoffspeicher. Der Effekt beruht darauf, dass Moore diese CO2-Speicherfunktion nur erfüllen können, solange ihr Wasserhaushalt intakt ist. Entwässerte Moorböden hingegen zersetzen sich und setzen dabei klimaschädliche Treibhausgase frei. Somit sind diese Ökokonten gut fürs Klima und die Natur.

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Rund sieben Tage sind für die Bauarbeiten im Stiftungsland Elmshorn angesetzt, die am Montag, 15. Januar starten, wenn das Wetter es zulässt. Hier in der Gemeinde Kölln-Reisiek im Kreis Pinneberg schafft die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein artenreiches und blütenbuntes Grünland, das durch unterschiedlich starke Vernässung Lebensraum für verschiedene Arten wie Moorfrosch, Kammmolch, Braunkehlchen und Bekassine werden soll.
Auf dem Ökokonto werden vier Kleingewässer für heimische Amphibien angelegt. Parallel werden die bestehenden Drainagen zur Entwässerung aufgehoben, sodass künftig mehr Regenwasser auf der Fläche verbleibt und sich ein naturnaher Wasserhaushalt des Bodens entwickelt. Zudem wird ein rund 50 Meter langer Knick angelegt.
Um den Mehrwert für den Naturschutz zu erhöhen werden zusätzlich Grabenufer auf einer angrenzenden Fläche, die dem Naturschutzbund (NABU) Schleswig-Holstein gehört, abgeflacht. Das rund sechs Hektar große Stiftungsland und die angrenzende NABU-Fläche werden durch Weideübergänge miteinander verbunden, um eine gemeinsame extensive Pflegenutzung mit Rindern zu ermöglichen.

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2017

Im Stiftungsland in Neversdorf, Kreis Segeberg, haben die Vielfaltschützer der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein – Tochterunternehmen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein – in ihrem sieben Hektar großen Ökokonto einen fast 500 Meter langen Knick neu angelegt. Insgesamt 920 Setzlinge heimischer Gehölze, wie Haselnuss, Schlehe, Brombeere, Stieleiche und Spitzahorn sind dabei in die Erde gekommen.

Nutznießer der Aktion: Die Haselmaus – Tier des Jahres 2017. Die europaweit geschützte Maus ist eigentlich gar keine Maus, sie gehört, wie ihr enger Verwandter der Siebenschläfer, zu den Bilchen oder Schläfern. Der Name ist Programm: Sieben Monate im Jahr wird gepooft! Was der kleine Nager dann im Sommer unbedingt braucht, um fit zu bleiben, sind intakte Knicks und Waldränder. Denn anders als Feld- oder Hausmaus ist die Haselmaus bei der Nahrungssuche so gut wie nie am Boden zu finden.
Die Ausgleichsagentur setzt sich zusammen mit der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein seit vielen Jahren für den kleinen Knickbewohner ein. In verschiedenen Projekten wurden Lebensräume miteinander vernetzt, artenreiche Knicks angelegt und breite Waldränder geschaffen. Nur durch den bunten Mix aus verschiedenen Bäumen und Gehölzen finden die kleinen Säugetiere ausreichend Früchte, Samen, Blütenknospen und Insekten, um sich und ihren Nachwuchs zu versorgen. Allein in den vergangenen zwei Jahren hat die Stiftung Naturschutz 2.500 Meter artenreichen Knick und 140.000 Quadratmeter neuen Naturwald gepflanzt.

Knicks gehören zu den prägenden Landschaftselementen in Schleswig-Holstein. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, darunter auch viele gefährdete Arten wie das Tier des Jahres 2017, die Haselmaus. Gleichzeitig sind die Knicks auch Leitlinien für die Wanderung von Tieren, wie Rothirsch und Fledermaus.

Mit einer Spende können Naturliebhaber zum Überleben der Haselmaus beitragen. 48 Euro kostet es beispielsweise die Stiftung Naturschutz zehn Quadratmeter Haselmauswald zu pflanzen. Weitere Spendeninfos unter www.stiftungsland.de.

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In dem insgesamt 290 Hektar großem Gebiet bei Uelsby, Kreis Schleswig-Flensburg, beginnen jetzt die Baumaßnahmen für ein neues Ökokonto.
Die Bagger rücken an, um den natürlichen Wasserhaushalt in dem 7,4 Hektar großen Flächenkomplex bei Uelsby wieder herzustellen und einige neue Kleingewässer für Amphibien anzulegen.
Ziel der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und ihrer Tochtergesellschaft der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein GmbH: Aus dem ehemals intensiv genutzten Wirtschaftsgrünland soll wieder arten- und strukturreiches Feuchtgrünland werden – ein Lebensraum, der in Schleswig-Holstein selten geworden ist. Neben dem Laubfrosch werden hier in den nächsten Jahren wieder Neuntöter, Goldammer, Kammmolch und Ringelnatter zu sehen sein. Profitieren werden auch die europaweit geschützten Moorfrösche.Dafür ergreifen die Naturschützer verschiedene Maßnahmen: Um den Wasserstand im Grünland zu erhöhen werden die Gräben wieder geschlossen. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Gewässern werden weitere kleine Teiche für das Laichgeschäft von Amphibien angelegt. Außerdem entsteht hier ein 480 m langer Knickwall. Später soll die Fläche einmal extensiv beweidet werden.