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Mai 2016 Vollständige Umsetzung der Vernässungsmaßnahmen und erste Entwicklungen

Nachdem im Frühjahr 2015 der erste Bauabschnitt von ungefähr 20 ha Vernässungsfläche fertig gestellt wurde, haben wir im Winterhalbjahr 2015/16 mit der Umsetzung des zweiten und abschließenden Bauabschnittes begonnen.

Dank der eingespielten Zusammenarbeit der ausführenden Firma und der Bauleitung konnten die Maßnahmen trotz erwartungsgemäß schwieriger Bodenverhältnisse und Witterungsbedingungen bis Anfang Feburar abgeschlossen werden. Wegen der feuchten Witterung in den kommenden Wochen haben sich die Polder schnell mit Wasser gefüllt. So waren zu Beginn des Frühjahres flache Wasserflächen und Schlammflächen vorhanden, die von zahlreichen Wasser- und Watvögeln aufgesucht wurden, so wie es schon im Vorjahr im Bereich des ersten Bauabschnittes zu beobachten war. Da sich die neu hergestellten Torfwälle erst noch stabilisieren mussten, wurde der Wassertand zunächst noch relativ niedrig eingestellt.

Im Gegensatz dazu waren die Wasserstände in dem bereits fertiggestellten Bereich im Lauf des Winters schon deutlich angehoben worden. Als Ergebnis zeigen sich bereits erste positive Veränderungen der Vegetation. Einige für den entwässerten Standort typischen Wiesengräser sterben ab. Stattdessen breiten sich Arten, die besser an die nassen Bedingungen angepasst sind wie Flutender Schwaden und Schlank-Segge aus.

Die weitere Entwicklung wird zukünftig über ein Monitoring der Wasserstände und der Vegetation dokumentiert.

 

 

Fotostrecke

Bagger bereiten die Walltrasse vor
Die Wälle werden aus flach abgetragenem Oberboden aufgebaut
Entlang der Wälle sind große offne Torfflächen entstanden ...
... die sich nach 15 Monaten als flache, langsam zuwachsende Wasserflächen darstellen
Im Winter 2015/16 konnten im wurden die Wasserstände im ersten Bauabschnitt angehoben
stellenweise breitet sich die Schlank-Segge aus
die Polder des 2. Bauabscnitts Ende Mai 2016
Über den Vernässungsflächen lassen Bekassinen im Balzflug das charakteristische "Meckern" hören
dieser Pegel ist fest im mineralischen Untergrund unter dem Moor verankert, und macht das Aufquellen des Moores sichtbar